Neuer Wehrdienst – Freiwilligkeit reicht nicht aus!
Am 20. Januar 2026 fand auf Initiative der SchülerUnion, der Junge Union Deutschlands und der CDU Hamburg eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Neuer Wehrdienst – zwischen Notwendigkeit, Freiwilligkeit und Pflicht“ auf dem Museumsschiff Rickmer Rickmers im Hamburger Hafen statt.
Begrüsst durch Arsan Balow 🇩🇪, den Vorsitzenden der SchülerUnion, saßen auf dem Podium Thomas Röwekamp, MdB CDU, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses und Oberstleutnant i.G. Marcel Bohnert, moderiert von mir.
Wir haben die Bedrohungslage beleuchtet, die NATO Forderungen an DEU i.S.v. benötigter Truppenstärke und den daraus entstehenden großen Personalbedarf an aktiven Soldaten und Reservisten. Die Lücke beträgt bei den aktiven Soldaten ca. 115.000 Soldaten (Ist: 184.000 Soldaten; Soll inkl. Unterstützungskräften ca. 300.000).
Der neue Wehrdienst, der seit Januar 2026 in Kraft getreten ist, wird hier nicht ausreichend helfen. Er sieht eine Ausfüllpflicht für einen online verschickten Erfassungsbogen für Männer vor (für Frauen freiwillig). Dabei wird die Bereitschaft, Verfügbarkeit und Qualifikation abgefragt; im Anschluss gibt es eine Musterungspflicht. Der Verteidigungsminister hat hierzu einen moderaten Aufwuchspfad geplant, der im Sommer 2026 überprüft werden soll.
⛔ Eine fahrlässige Zeitverschwendung in meinen Augen. Denn: auch wenn der Dienst mit einigen Anreizen attraktiver gemacht werden soll, so waren es 2025 lediglich 10.100 Männer und Frauen, die sich freiwillig zur Bundeswehr gemeldet haben.
Ein Aufwuchs zu der geforderten Stärke wird mit diesen Zahlen niemals gelingen. Darüber herrschte große Einigkeit im Raum. Auch befürworteten ca. Dreiviertel der Anwesenden die Wiedereinführung der Wehrpflicht bzw. einer Dienstpflicht. Allerdings wurde auch deutlich, dass mit der SPD eine Wiedereinführung nicht möglich sein wird.
👉 Parteipolitik hin oder her, Zeit für Ideologien und Parteikämpfe haben wir keine mehr!! Die geopolitische Lage verschlechtert sich stetig, erst recht, wenn wir nicht in der Lage sind, hier mit großer abschreckender Wirkung einzugreifen. Es ist daher im höchsten Maße fahrlässig, in dem üblichen gemächlichen Tempo voranzuschreiten. Der Wehrdienst bringt uns zwar eine Wehrinfrastruktur zurück, aber nicht die geforderte Truppenstärke.
💥 Ich fordere die Bundesregierung, vor allem die SPD Fraktion, dazu auf, hier nun entschlossener die Weichen zu stellen. 📢 VORRANG FÜR VERTEIDIGUNG 📢- das muss das Motto sein. Es braucht eine Dienstpflicht, für Männer und Frauen. Und: es muss seitens der Bundesregierung eine großflächige, auch niedrigschwellige Informationskampagne zur Bedrohungslage und zum Sinn & Zweck der Streitkräfte aufgelegt werden!
Dann, wenn es gilt! 🚀💯








