Am 18. Februar 2026 ging es auf dem Museumsschiff Rickmer Rickmers im Hamburger Hafen um Fragen der Gesundheitsversorgung in möglichen Krisenfällen oder in einem Verteidigungsszenario.
Mit mir auf der Bühnen waren:
- Generaloberstabsarzt Dr. Johannes Backus, Kommandeur des Kommandos Gesundheitsversorgung der Bundeswehr
- Prof. Dr. Doreen Richardt, stv. Ärztekammerpräsidentin Schleswig-Holstein
- Dr. Jörg Sandmann, Kompaniechef der 5. Kompanie im Kommando SES der Bundeswehr und niedergelassener Arzt in Travemünde
- Dr. Arne Peter, ständiger Vertreter des Chefarztes in der BG Klinik Hamburg Boberg und Berater für Reservistenangelegenheiten.
Neben zwei Kurzimpulsen von Dr. Backus und Prof. Richardt ergab die anschließende Podiumsdiskussion, dass das Gesundheitssystem bereits heute, im Frieden, in Schwierigkeiten steckt: schwierige Finanzierung, zu wenig Fortschritt in der Digitalisierung, knapper werdende Arztzeit, wachsender Pflegebedarf bei Fachkräftemangel. Für Krisen und mögliche Konfliktfälle würden sich enorme zusätzliche Belastungen für das System ergeben, da in einem solchen Fall nicht nur die übliche Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sichergestellt werden müsste, sondern auch die der Soldaten der Bundeswehr und von NATO Partnern. Bei ca. 1.000-1.200 verletzten Soldaten, mit denen zu rechnen wäre, eine Herkulesaufgabe!
Bundeswehr und zivile Strukturen arbeiten bereits heute eng zusammen. Über die ZMZ finden regelmäßig Übungen statt. Ohne die Reserve geht es bereits heute nicht – die Reservisten sind wichtige Bindeglieder für die Funktionsfähigkeit des Systems. Allerdings gibt es hier immer noch zu viele Bundeswehr-hausgemachte Hürden für die Eingliederung und Neuaufnahme von Reservisten.
Der Abend endete mit zahlreichen interessierten Fragen aus dem Publikum. Danke schön an meine Panelgäste, die Konrad-Adenauer-Stiftung für die Organisation und die Gastfreundschaft der Rickmer Rickmers!
Dann, wenn es gilt! 🚀💯






