2. Nationaler Veteranentag

Gestern, am 21. Juni 2026, wurde in Berlin der 2. Veteranentag gefeiert. Dazu hatte das BMVg zusammen mit tatkräftiger Unterstützung des Veteranenbüros (u.a. Michael Krause, Marc Hinzmann) ein großes Veteranendorf rund um Reichtstag und Paul-Löbe-Hause aufgebaut. Es gab eine große Festbühne, eine Ausstellung mit Bildern und Geschichten von Veteranen, dazu viele Stände der Bundeswehr, der verschiedenen Veteranenverbände, seelsorgerische Vereinigungen – und ganz viel Prominenz. Ich habe u.a. den Bundeskanzler Friedrich Merz, die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und den Verteidigungsminister Boris Pistorius mit jeweils einem Grußwort gehört; auch war der Wehrbeauftragte Henning Otte und seine Vorgängerin Dr. Eva Högl vor Ort; dazu jede Menge MdBs, der Generalinspekteur und seine Stellvertreterin, zahlreiche weitere Generale aus dem OpFüKdo, dem Unterstützungsbereich, der Luftwaffe, dem Heer.

Politik und Militär waren also umfassend vertreten, um die Veteranen zu würdigen. Die Veranstaltung war zwar ganz gut besucht, hat aber m.E. noch Potential nach oben. Es lag ggf. auch am zunächst gewittrigen Wetter mit Starkregen, dass es ein wenig gemächlich los ging. Meine Beobachtung war auch, dass sich doch eher die Bürger eingefunden hatten, die familiär bedingt oder durch den Freundeskreis mit Soldaten und Veteranen zu tun haben. Die breite, bisher davon nicht betroffene Öffentlichkeit war weniger anzutreffen. Vielleicht lag das auch an dem abgesperrten und eingezäunten Gelände?

Am Nachmittag konnte ich auf der Nebenbühne der Bundeswehr, dem Bw-eigenen Truck, eine Podiumsdiskussion mit Brigadegeneral a.D. Dr. Dr. Michael Bartscher und OTL i.G. Marcel Bohnert über die Frage „Wertschätzung für Veteranen – Was bleibt zu tun?“ führen.

Vor allem bei der Gleichstellung von Berufssoldat, Veteran und Reservist im Bereich der Einsatzschädigung bleiben noch Hausaufgaben zu tun. Daneben braucht es ein stärkeres kommunales Engagement für Veteranen, wie u.a. die Vorwoche in Hamburg gezeigt hatte: dort war zu wenig für die dortige Veteranenveranstaltung geworben worden und war daher nur mäßig besucht. Auch sind Bürger, Vereine, Parteien und auch Unternehmen gefordert, stärker sichtbare Zeichen zu setzen. Vorbildlich muss daher nochmal der Konzern Versicherungskammer genannt werden, der mit seinem Uniformtrage-Tag am 17. Juni bereits deutlich sichtbar Stellung bezogen hat. Von solchen unterstützenden Signalen braucht es noch weit mehr.

FYI: Die Podiumsdiskussion wurde aufgezeichnet und steht demnächst auf Instagram und Youtube zur Verfügung.

Dann, wenn es gilt! 🚀💯